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«Ja, man muss auch alleine üben. Und dann muss man auch noch den Umgang mit der Waffe meistern».  Interview mit Tada Shihan von Guillaume Erard

Diese kurze Antwort von unserem bekannten Meister Tada auf die Frage von Guillaume, ob es wichtig sei auch alleine zu üben, passt ganz gut zu unserer kontaktlosen Zeit.

Viele Übungen, die als Atemübungen oder Aikitaiso zu Beginn unserer Trainings stehen, sind dazu da, unseren Körper und Geist zu schulen um uns frei bewegen zu können. (Körper/Energie/Geist) So stellen wir eine Harmonie zwischen unserem Bewusstsein und unserem Unterbewussten her.  Verwenden wir unsere Lebenskraft für innere Konflikte, fehlt unsere Lebenskraft für wichtigere Aufgaben. Die äusseren Formen, Einzelbewegungen, meditatives Sitzen, einfache Bewegungen, Übungssequenzen, das Benutzen von Geräten und weiteres Zusatztraining soll sich nach dem jeweiligen, in der Praxis erreichten Niveau richten. Förderlich ist, sich nicht zuviel vorzunehmen, sich ein wenig Zeit im Tagesablauf nehmen und Kontuinität gewährleisten.

Diese einfachen Übungen verursachen zweifelslos eine Veränderung der Atemqualität und des
Energiezustandes und führen zu einer spürbaren Verbesserung des Bewusstseins. Der Vorgang der Rückkoppelung führt wieder zu einer korrigierten körperlichen Form und kultiviert die Übungen weiter in einer Schlaufe zu einer neuen Bewusstseinsstufe.


Nutzen wir also diese Zeit und schauen wir auf die eigenen Füsse, trainieren wir jeder und jede auf unserem eigenen Niveau, keine hochstehenden Bewegungen imitieren die leer bleiben.
Vereinen wir das Üben und die Techniken mit dem Fluss der eigenen Lebensenergie.

Dies sind einfachste Ratschläge, die garantieren, dass wir die Verbindung zum Aikido, zum Dojo, zu unseren Sempais und Koheis und zu uns selber aufrecht erhalten können, bis wir wieder gestärkt zusammen trainieren können. Dazu sind die philosophischen Betrachtungen und Ratschläge vieler Meister seit Jahrhunderten belegt, fundiert und nachlesbar, in ihrer Flughöhe zum Teil einschüchternd oder fern, können aber mit der Zeit ins eigene Weltbild integriert werden.

Darum vergessen wir nicht, dass es ein simples Rezept gibt:
Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es …  (Kästner)

Haeder Lee